Über die Vorlesungsaufzeichnung hinausgehen
Vor der Pandemie war es für UCD eine Herausforderung, Lehrende für den Einsatz neuer Technologien in der Lehre zu gewinnen. Während die Studierenden diese Tools begrüßten, war bei den Lehrenden eine spürbare Zurückhaltung zu beobachten.
Die Sorge war, dass die Technologie zu leeren Hörsälen führt, die eigene Lehrmethode an Bedeutung verliert und dass das geistige Eigentum nicht ausreichend geschützt ist. Vergleichbare Vorbehalte gab es bereits bei der Einführung des LMS: Damals zögerten viele Lehrende, ihre PowerPoint-Präsentation hochzuladen.
Als mit der Pandemie die Fernlehre zum Normalfall wurde, förderte UCD gezielt den Einsatz kurzer Lernvideos. Lehrende erstellten sie direkt am eigenen Computer über die Nudgis-Plattform mit dem WebStudio, dem integrierten Screen-Recorder. Videos wurden schnell zu einem festen Bestandteil der Lehre.
Die Lehrenden erkannten, dass die Videos mehr sind als ein Zeitfresser oder eine Reaktion auf kurzfristige Bedürfnisse der Studierenden. Vielmehr sahen sie den Mehrwert kurzer Videos für Studierende, der über eine einzelne Lehrveranstaltung oder ein Trimester hinausgeht.
Inzwischen hat sich die Haltung an der UCD spürbar verändert. Die Statistiken zeigen eine höhere Nutzung als vor der Pandemie, und die Bereitschaft der Lehrenden, sich zu filmen, ist gestiegen. Gleichzeitig geht der Einsatz von Video inzwischen über die Vorlesungsaufzeichnung hinaus, ein deutliches Zeichen für veränderte Lehrkonzepte an der Hochschule.